Neues Checkpoint-Spiel: „Behördenpingpong“
Mit anderen Worten: Schuld ist eigentlich niemand, allenfalls der Feiertag, an dem aber auch niemand schuld ist (außer vielleicht Adolf Hitler). Tja, so geht’s eben zu in der Welthauptstadt der organisierten Unzuständigkeit. Eigentlich braucht Berlin für dieses Phänomen schon lange ein angemessenes Spiel, so etwas wie unser beliebtes Betriebsstörungsbingo. Und trara – schon haben wir eins: Wir nennen es Behördenpingpong.
Markus Hesselmann, Leiter der „Leute“-Bezirksnewsletter-Redaktion, hat auch gleich mal dazu einen Twitteraccount eröffnet. Hier sammeln wir also ab sofort solche Klassiker wie den Hinweis der SPD-Mitte zu verzögerten Radspurarbeiten: „Nach Auskunft der zuständigen Stadträtin hängt der Vorgang bei der Verkehrsverwaltung.“ Na wo auch sonst? Auch sehr schön sind Mitteilungen wie diese des Bezirksamts Treptow-Köpenick: „Klarstellung: Das Amt traf keine Entscheidung.“ Na was auch sonst? Und Sie können sich natürlich auch schon denken, wie die Antwort lautet auf die Frage: „Warum schimmelt das Baerwaldbad vor sich hin?“ Richtig, Amtsmikado: Wer sich zuerst bewegt…
Sie sind herzlich eingeladen, mitzuspielen – wir freuen uns auf Ihre Einsendungen an checkpoint@tagesspiegel.de.