Zwei Leibniz-Preise für Berlin: Warum ausgezeichnete Forschung trotz Kürzungen das Potenzial der Hauptstadt zeigt
FU-Professorin Barbara Vetter und TU-Forscher Klaus-Robert Müller wurden ausgezeichnet – ihre Arbeit steht für wissenschaftliche Stärke trotz knapper Mittel. Von Christoph Papenhausen und Valentin Petri.
Was alles möglich und nicht möglich ist, wissen wir in Berlin nur zu gut (Stichwort: Kürzungen). Die FU-Professorin Barbara Vetter erforscht sogar, wie „Möglichkeit“ und „Potenzialität“ philosophisch zu verstehen sind und wurde dafür gerade mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet. Ihre Kernthese liest sich wie eine Botschaft an Berlins Spitzenkandidaten: „Die Kenntnis der eigenen Fähigkeiten und Handlungsoptionen ist für Handelnde die Grundlage ihres Wissens um Möglichkeiten.“ Auch sonst wäre Vetter als philosophische Seelsorgerin für Berlin geeignet. Ihren Aufsatz „Möglichkeit ohne mögliche Welten“ empfehlen wir als Pflichtlektüre für die Finanzverwaltung.