Alle Jahre wieder: Welche Märchen Berliner Kinder von Politikern zu hören bekommen

Bis zum 23. November finden die Berliner Märchentage statt, zu denen auch Politiker und Politikerinnen Märchen vorlesen. Der Checkpoint hat nachgefragt, welche das sein werden. Von Margarethe Gallersdörfer und Stefan Jacobs.

Alle Jahre wieder: Welche Märchen Berliner Kinder von Politikern zu hören bekommen
Foto: dpa / Leonie Asendorpf

Wenn das Licht der Wahrheit spärlicher wird, ist alljährlich Zeit für die Berliner Märchentage. Die dauern bis zum 23. November und enthalten eine Rubrik namens „Politiker erzählen Märchen“ – damit wir beim Checkpoint den Witz nicht machen müssen. Kollege Valentin Petri hat im Senat herumgefragt, welche Märchen die Berliner Politpromis erzählen. Schirmherr Kai Wegner besteht darauf, dass er keine Märchen erzählt, sondern sie vorliest. Welches er am Montag Kindern im Roten Rathaus vorträgt, soll eine Überraschung bleiben. Er selbst habe als Kind sehr gern Momo von Michael Ende gelesen.

Schulsenatorin Katharina Günther-Wünsch will „Das Mäuschen und der Bleistift“ sowie „Ein Abenteuer für die Blumenelfe Julika“ vorlesen. Zu ihren persönlichen Lieblingsgeschichten zählen „Ronja Räubertochter“ und „Theos Reise“ – dort gehe es um Mut, Neugier auf die Welt und den Wert, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra hätte, wenn ihr kein anderer Termin dazwischengeraten wäre, „Das Schnurpsenbuch“ von Michael Ende vorgelesen. Auch Bausenator Christian Gaebler hat einen Terminkonflikt und will die Lesestunde im Januar nachholen.

Finanzsenator Stefan Evers hat das umgekehrte Problem, nachdem er sich sogar zwei Stunden freigenommen hatte: Eine Schulklasse habe abgesagt. Das Märchen stehe noch nicht fest, „aber es wird ein schönes sein“, teilt sein Büro mit. Justizsenatorin Felor Badenberg hat ebenfalls ein Terminproblem; „ihr liebstes Märchen ist Aschenputtel“. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey hat sich noch nicht entschieden. Innensenatorin Iris Spranger will aus Termingründen per Videoaufzeichnung „Die Schwanenfrau“ von Josef Haltrich vorlesen. Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe lässt ausrichten, dass „Die Bremer Stadtmusikanten“ eines ihrer Lieblingsmärchen sei. Zumal das, was der Esel sagt, auch zu Berlin passe: „Ich ziehe in eine große Stadt! Die Platz genug für alle hat!“