AfD Girl's Day

Checkpoint wirkt! Am 11. Februar berichteten wir, dass die bundesweite Koordinierungsstelle für den „Girls‘ Day“ offenbar bedenkenlos auch Angebote der AfD freischaltet. Wie zum Beispiel: „Ein Tag als Abgeordnete in Berlin“ mit Kristin Brinker, der Berliner Landes- und Fraktionsvorsitzenden – die bekanntermaßen mindestens einmal ein Treffen besucht hat, bei dem der Rechtsextreme Martin Sellner sprach. Mindestens 18 Mädchen waren schon angemeldet für den Tag mit Brinker – bis gestern, als der Veranstalter laut eigener Auskunft bundesweit alle Angebote der AfD von der Buchungswebseite nahm. Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit schrieb dem Checkpoint: „Hintergrund ist, dass die AfD vom Verfassungsschutz bereits in mehreren Bundesländern als gesichert extremistisch eingestuft ist und Diskriminierung bei den Veranstaltungen nicht ausgeschlossen werden kann.“ Die bereits angemeldeten Schülerinnen sollen alternative Angebote bekommen.
Alle anderen Fraktionen dürfen ihre Girls‘-Day-Veranstaltungen am 25. April weiterhin durchführen – doch vorher sollen die Schülerinnen nun Cornelia Seibeld treffen, die Präsidentin des Abgeordnetenhauses. „Themen sollen Gleichstellung und Demokratie sein“, schrieb uns Landeskoordinatorin Almut Borggrefe. „Werte, die für alle Parteien gelten sollen.“ Genau!
https://checkpoint.tagesspiegel.de/langmeldung/6vlh1d8AvUJT9FpqBJPBXx