Neue Fotobox am Checkpoint Charlie: „Spaßfotos“ hinter der Berliner Mauer sollen Geschichte näher bringen

Berlins Kuriositätenkabinett hat eine neue Attraktion: Eine AR-Fotobox verspricht Geschichtsvermittlung mit „Spaß“ am Checkpoint Charlie. Für fünf Euro kann man sich zum Beispiel mit Sonnenbrille im Stasi-Büro fotografieren lassen. Am Puls der Zeit oder pietätlos? Jessica Gummersbach.

Neue Fotobox am Checkpoint Charlie: „Spaßfotos“ hinter der Berliner Mauer sollen Geschichte näher bringen
Foto: dpa / Jens Kalaene

wann waren Sie zuletzt am Checkpoint Charlie? Zugegeben, kein besonders attraktives Ausflugsziel. Eigentlich weltgeschichtlich relevant, verkommt er seit Jahren zu einer Art DDR-Disneyland mit Ramschbuden und Hütchenspielern. Versuche, das Dauerprovisorium zu beenden, sind bisher gescheitert. Gerade tut sich (mal wieder) etwas: Seit zwei Wochen läuft ein europaweiter Wettbewerb für die Gestaltung eines „Bildungs- und Erinnerungsorts“.