Grüne Woche in Berlin: Protest, Tierschau und Tunnel-Updates
es wird ein Berlin-Wochenende mit Trillerpfeifen und Tierschauen: Wie jedes Jahr zur Grünen Woche zieht heute ein breites Bündnis aus Landwirtschaft und Zivilgesellschaft durch das Regierungsviertel. Thema des diesjährigen Protests: „Wir haben Agrarindustrie satt“. Rund 10.000 Demonstrierende sind angemeldet, Start ist um 12 Uhr vor dem Bundeskanzleramt. Ab 16 Uhr folgt dort ein „Fest der Agrarwende“ mit Talks, Workshops und Filmen.
Anders als in den Vorjahren verzichtet der Demo-Zug auf Trecker – eine Vorsichtsmaßnahme wegen des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche im Berliner Umland. Dort ist man vorsichtig optimistisch: Ein zweiter Verdachtsfall hatte sich am Freitag nicht bestätigt, der Ursprung des Virus bleibt jedoch unklar.
Die Grüne Woche ist (ohne Paarhufer, dafür wie immer mit Häppchen) täglich von 10 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet, ein Tagesticket kostet 16 Euro. Übrigens: Extra für die Landwirtschaftsausstellung wurde der „Tunnel des Grauens“ unter der Kreuzung am Messedamm durchgewischt und aufgehübscht. Seit gestern sollen sogar sechs von zehn Rolltreppen funktionieren. Gegenteilige Beobachtungen nehmen wir gern entgegen: checkpoint@tagesspiegel.de.