Intro
die Welt macht schwermütig genug, bei uns beginnt der Tag deshalb mit Hildegard Knef: „Ferienzeit, Löwezeit, August, nichts für mich, diese lahme, lähmende Ferienzeit“ sang Berlins schönste Stimme 1971. Man spürt die Sommerhitze, die auf Knef zu lasten schien. Es ist sommers seither nicht kühler geworden, aber wie irrte Knef: Lähmend ist gerade Berlin doch jetzt mitnichten; wenn die ganze Stadt sich auf den Gehweg verlagert; wenn bis abends Kinder im Hinterhof toben; wenn sich selbst das deutsche Grau der Fassaden im Abendlicht mediterran einfärbt.