Zwischen Glanz und Grauen: Die beliebtesten und verhasstesten U-Bahnhöfe der Checkpoint-Leser
Zahlreiche Leser nannten ihre Top- und Flop-U-Bahnhöfe. Während Stationen wie Museumsinsel gelobt werden, stehen andere wegen Zustand, Atmosphäre und Nutzung in der Kritik. Von Jessica Gummersbach.
Richtig was los war gestern im Checkpoint-Postfach: Quasi im Vier-Minuten-Takt erreichten uns Ihre Top- und Flop-U-Bahnhöfe. Schnell war klar: Publikumsliebling ist die U-Museumsinsel. Ebenfalls oft genannt: U-Wittenbergplatz („so schön nostalgisch“), U-Märkisches Museum („original-alt, funktional und originell“) und U-Rathaus Schöneberg („schön leer und mit toller Aussicht in den Park“).
Checkpoint-Leser Matthias Thiele adelt die U‑Oskar-Helene-Heim: „Der Flughafen Tegel unter den U-Bahnhöfen, kurze Wege, kein Schnickschnack.“ Holger Wilkens schätzt die U-Fehrbelliner Platz: „Wunderbare 70er Jahre Pop Art.“ Und Henning Wehlmann ist Fan der U-Alt-Tegel: „Der Zubringer, der uns quasi Dorfkindern erlaubte, die Bezeichnung Berliner:innen führen zu dürfen.“ Auch die U-Birkenstraße punktet: „Ohne ChiChi für Touris, aber sauber und praktisch“, schreibt Axel Jürs – und lobt die BVG für besonders flinke Aufzugsreparaturen.
Von nun an geht's bergab. Neben den üblichen Sorgenkindern der U7 und U8 (Hermannplatz, Görlitzer Bahnhof, Weinmeisterstraße, Yorckstraße) wurden bei den Flops auch weniger prominente Stationen genannt, etwa Ullsteinstraße, Prinzenstraße, Mierendorffplatz und Wilmersdorfer Straße.
Manfred Krappatsch kürt den U-Bahnhof Hansaplatz zum „unterirdischsten“; Karin Rech findet die U-Hohenzollernplatz „so finster wie die Hohenzollern-Gruft“. Manfred Füger fasst mit seiner Bewertung der U-Tempelhof die häufigsten Bahnhof-Probleme zusammen: „Drogen, Dreck und Dunkel.“
Der meistgenannte Flop-Bahnhof ist die U‑Schloßstraße. „Steht wegen besonderer Hässlichkeit unter Denkmalschutz“, heißt es in einer anonymen Mail. Petra Augner beschreibt ihn als „ständig vermüllt und von Tauben zugekackt“. Und für Torsten Berndt wirkte der Bahnhof schon immer unfertig, „auch kurz nach der Eröffnung 1974“. Eine gruselige Bauruine ist er inzwischen seit 2016. Der Senat erwartete zuletzt eine Fertigstellung „in den 30ern“. Wir hoffen, dass dieses Jahrhundert gemeint ist.