Einsatz von Gastprüfern von der Bundeswehr: So will Berlin den Terminstau bei den Führerscheinprüfungen abbauen

Derzeit warten zahlreiche Berliner länger als gedacht auf ihre praktische Fahrprüfung. Um dem abzuhelfen, schlägt die Verkehrsverwaltung unter anderem vor, Gastprüfer zu holen. Von Lorenz Maroldt.

Einsatz von Gastprüfern von der Bundeswehr: So will Berlin den Terminstau bei den Führerscheinprüfungen abbauen
Foto: Imago

Jahrelang haben wir uns in der Redaktion bemüht, neuen Kolleginnen und Kollegen den „Innensenat“, den Wirtschaftssenat“ oder den „Finanzsenat“ auszutreiben – auch der „Justizsenat“ ist zwar schön kurz, aber falsch: Es gibt eben nur einen Senat mit Senatorinnen und Senatoren und mehrere Senatsverwaltungen. Aber jetzt fällt uns doch glatt die „Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt“ in den Rücken, genauer gesagt deren Pressestelle. In der Mitteilung „Lösung für den Stau bei Führerscheinprüfungen“ nennt sich die die Verwaltung selbst (Sie ahnen es sicher schon):„Verkehrssenat“. Na, da sind wir aber mal gespannt, wann der tagt - und mit wem. Fest steht nur eins: Frühere Checkpoint-MA sind sicher nicht dabei.

So, und was ist jetzt mit dem Stau bei der Führerscheinprüfung? Immerhin ist da ein Berg von 20.000 Terminen abzutragen. Na, mal schauen… aha, hier: Helfen soll jetzt u.a. eine Turbo-Ausbildung für Fahrschulrentner, die 6-Tage-Prüfwoche sowie der Einsatz von Gastprüfern aus anderen Bundesländern und – Trara: von der Bundeswehr. Na, das ist ja mal ein Knaller – da bekommt der Titel „Frontstadt Berlin“ doch gleich eine ganz neue Bedeutung! Wenn Sie also demnächst auf der Straße das Rasseln von Panzerketten und das Kommando „Stillgestanden“ hören – keine Panik: Da ist nur mal wieder jemand durch die Fahrprüfung gefallen.