Offener Brief von Eltern: Unmut wegen weiterhin andauernder Schließung des Eisstadions Neukölln

Die Freizeitmöglichkeiten von Jugendlichen im Bezirk werden immer weniger, beklagen Eltern aus Neukölln. Insbesondere sind sie verärgert über die unklare Wiedereröffnung des Eisstadions. Von Margarethe Gallersdörfer und Thomas Lippold,

Offener Brief von Eltern: Unmut wegen weiterhin andauernder Schließung des Eisstadions Neukölln
Foto: picture alliance/dpa

Mit einem offenen Brief an das Bezirksamt beschweren sich Robert Schweckendieck, Nele Schwierkus und Hannes Vollmer über das seit der Corona-Pandemie fast dauerhaft geschlossene Eisstadion Neukölln und einen gesperrten Sprungturm im Sommerbad Neukölln. „Beide Einrichtungen sind enorm wichtige, sportliche Begegnungsstätten für alle Generationen und stehen daher für Bildung, Bewegung, Gesundheit, Kommunikation und gemeinschaftliches Leben“, steht in dem Brief, der an das Bezirksamt und einen großen Empfängerkreis aus Sport, Kultur und Medien ging.

Wir sind alle Eltern, wir waren alle regelmäßig auf der Eisbahn. Die Schließung ist extrem schade. Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie gut Sport für Kinder ist und wie schwierig es ist, Sportstätten zu finden“, sagte Schweckendieck am Checkpoint-Telefon. Bereits Anfang Oktober teilte das Bezirksamt dem Checkpoint mit, der Zeitpunkt der Wiedereröffnung des Eisstadions sei „völlig offen“.

Mittlerweile aber sei ein fehlendes TÜV-Gutachten eingegangen und werde aktuell ausgewertet, erklärte das Bezirksamt Neukölln auf Anfrage. „In jedem Fall werden umfassende Baumaßnahmen an der Kälteanlage erforderlich sein, damit wir die neuen Sicherheitsbestimmungen erfüllen.“ Eine Eröffnung in dieser Saison: „leider sehr unwahrscheinlich“. Das Bezirksamt teile aber die Sorgen der Eltern: „Gerade im Winter sind Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche eingeschränkt. Umso wichtiger ist die Eisbahn für Kinder und Jugendliche, die hier für wenig Geld eine gute Zeit verbringen können.“ Die Schließung wegen neuer, rechtlicher Vorgaben sei „schmerzhaft“. Man arbeite aber mit Hochdruck an einer Öffnung, sagte Bezirksamtssprecher Christian Berg.