Wesenstest statt Pauschalverbot: Grüne wollen Kampfhunde in landeseigenen Wohnungen erlauben

Sind Pitbull, Staffordshire & Co. bald in landeseigenen Wohnungen erlaubt? Die Grünen wollen das Pauschalverbot kippen und setzen stattdessen auf Wesenstests für Hund und Halter. Von Lorenz Maroldt und Sönke Matschurek.

Wesenstest statt Pauschalverbot: Grüne wollen Kampfhunde in landeseigenen Wohnungen erlauben
Credit: Imago / Panthermedia

Der will doch bloß spielen! Wenn es nach den Grünen geht, dürften künftig bei WBM, Gewobag & Co auch Kampfhunde wohnen: Der Bauausschuss stimmt heute über einen Antrag ab, das Verbot zur Haltung von Listenhunden in landeseigenen Wohnungen aufzuheben. Die Hunde auf der sogenannten Rasseliste (Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier und Bullterrier) seien „nicht per se gefährlich“, sondern nur bei mangelnder Erziehung, heißt es im Grünen-Antrag, und: Das Pauschalverbot sei deshalb eine „ungerechtfertigte Benachteiligung“ von Mietern und eine „diskriminierende Praxis“. Stattdessen soll es einen Wesenstest für Hund und Halterdurch einen Sachverständigen geben. Falle diese „differenzierte Einzelfallprüfung“ positiv aus, müsse die Haltung des Kampfhundes erlaubt werden.

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