Bildungssenatorin: „Berlin hat wunderbare Schulen“
Busse (II): Lassen Sie sich nicht irritieren von Ferienmeldungen wie „Schimmelschule geschlossen“ (28.8.), „Zum Schulstart fehlen 900 Lehrerinnen und Lehrer“ (11.8.) oder „Verheerende Ergebnisse bei Vergleichsarbeiten“ (1.8.). Nein, hören Sie lieber der Schulsenatorin Astrid-Sabine Busse zu. In unserem Checkpoint-Podcast „Eine Runde Berlin“ von und mit Ann-Kathrin Hipp sagt sie u.a.:
„Berlin hat wunderbare Schulen.“
Also hören Sie bitte auf, immer an allem herumzumäkeln, und tun Sie gefälligst nicht länger so, als wüssten Sie besser als die Berliner Bildungsfachleute in der Verwaltung, was jetzt zu tun ist. Hören Sie lieber weiter der Senatorin zu:
„Bildung ist das Thema, wo jeder meint, mitreden zu können. Aber wenn sie eine anstehende OP haben, diskutieren Sie nicht so viel mit dem Anästhesisten oder dem Chirurgen.“
Die neueste Operation an der Berliner Bildung: Die Schulen wurden jetzt in sieben Belastungsstufen eingeteilt, um Geld und Personal besser einsetzen zu können. Dazu auch unsere Frage für Berlinkenner: Auf welcher Belastungsstufe steht die Neuköllner Grundschule in der Köllnischen Heide, die Astrid-Sabine Busse vor ihrer Ernennung zur Senatorin 30 Jahre lang geleitet hatte? Na klar: Sie kommt auf eine glatte 7 („sehr hohe strukturelle Belastung“).
Puh … Und wie geht’s der Senatorin, von der manche meinten, Sie würde alsbald abgelöst? Dazu sagt sie nur:
„Wie Sie sehen, habe ich den Sommerurlaub gut überstanden.“
Herzlichen Glückwunsch. Welch Wintertemperatur im Klassenzimmer sie für unzumutbar hält und wie sie das Berliner Bildungssystem retten will, verrät Senatorin Busse hier in unserem Podcast. Und eine schriftliche Fassung des Gesprächs finden Sie hier (nur mit T-Plus-Abo).