Wohnen auf Zeit: Berlin verdient durch landeseigene Wohnungsgesellschaft mit
Das Wohnen-auf-Zeit-Konzept sorgt in Berlin schon lange für Unmut. Wie eine Anfrage des Linken-Politikers Niklas Schrader jetzt ergab, vermarktet die Berlinovo aktuell noch 241 befristete und möblierte Mietwohnungen. Von Sönke Matschurek.
Das befristete Vermieten möblierter Wohnungen gilt als eine der Ursachen für Verdrängung und überhöhte Preise – aber das Land Berlin kassiert kräftig mit: Ausgerechnet die landeseigene Wohnungsgesellschaft Berlinovo vermarktet 241 solcher Wohnungen in Milieuschutzgebieten,wie eine Anfrage des Linke-Abgeordneten Niklas Schrader ergab. Zwar will der Senat solche Verträge künftig nur noch in Ausnahmefällen genehmigen, aber die Berlinovo gibt sich auf Checkpoint-Anfrage gelassen: Man wolle erst einmal abwarten, da sei vieles noch unklar. Tja, zum Wohnen auf Zeit kommt also nun auch noch das Spielen auf Zeit.