Wohnen auf Zeit: Berlin verdient durch landeseigene Wohnungsgesellschaft mit

Das Wohnen-auf-Zeit-Konzept sorgt in Berlin schon lange für Unmut. Wie eine Anfrage des Linken-Politikers Niklas Schrader jetzt ergab, vermarktet die Berlinovo aktuell noch 241 befristete und möblierte Mietwohnungen. Von Sönke Matschurek.

Wohnen auf Zeit: Berlin verdient durch landeseigene Wohnungsgesellschaft mit
Foto: dpa / Sebastian Gollnow

Das befristete Vermieten möblierter Wohnungen gilt als eine der Ursachen für Verdrängung und überhöhte Preise – aber das Land Berlin kassiert kräftig mit: Ausgerechnet die landeseigene Wohnungsgesellschaft Berlinovo vermarktet 241 solcher Wohnungen in Milieuschutzgebieten,wie eine Anfrage des Linke-Abgeordneten Niklas Schrader ergab. Zwar will der Senat solche Verträge künftig nur noch in Ausnahmefällen genehmigen, aber die Berlinovo gibt sich auf Checkpoint-Anfrage gelassen: Man wolle erst einmal abwarten, da sei vieles noch unklar. Tja, zum Wohnen auf Zeit kommt also nun auch noch das Spielen auf Zeit.