Berliner Schnuppen Jubiläum – Naomi antwortet auf Leserfragen:
Am Samstag (nicht Freitag, wie wir hier gestern voreilig schrieben) erscheint die 2000. Folge „Berliner Schnuppen“. Täglich begleitet Naomi Fearn das Stadtgeschehen im Checkpoint mit Charme und Schnauze und begeistert Lesende (und Schreibende!) mit ihren zeichnerischen Kommentaren zur Landespolitik. Sie haben gefragt, Naomi hat geantwortet: In dieser Woche gibt sie täglich Einblicke in ihre Arbeit. Tag 2:
Marion Uhrig-Lammersen fragt: Wie lange sitzen Sie an den Zeichnungen?
Naomi: „An der Idee für einen Strip, eine Bleistiftskizze im Skizzenbuch, sitze ich, wenn ich Glück habe und mir gleich etwas Lustiges einfällt, eine halbe Stunde, und wenn es mehrere Anläufe braucht, bis zu vier Stunden. Der Rekord war sieben Stunden mit neunzehn Ideen und Variationen, bis es funktioniert hat, das war ein aufregender Tag! Ich bin inzwischen bei Skizzenbuch Nr. 28 und bei zwei Ideen pro Seite habe ich bis jetzt etwa 8950 Ideen gesammelt. Fertig gezeichnet ist er in anderthalb Stunden.
Jörg Tänzer möchte wissen: Wann haben Sie Ihren Stil entwickelt?
Naomi: „Seit ich denken kann, zeichne ich auch Comics, und der Stil hat sich seitdem entwickelt, in Schulheften, Schülerzeitungen, Comicmagazinen, über dreizehn Jahre in einem wöchentlichen Strip für die Stuttgarter Zeitung sowie in der Arbeit für Schulbücher und in hunderten kleinen und großen Projekten. Jede Aufgabe hat den Zeichenstil, der für sie am besten passt, und über die Jahre findet man, im Idealfall, ein paar für sich, mit denen man sich am wahrhaftigsten ausdrücken kann.“
Die „Berliner Schnuppen“ erscheinen auch weiterhin täglich exklusiv in der ungekürzten Checkpoint-Originalausgabe.