Berliner Bars und Clubs bereiten sich auf die Öffnung vor
Berlin fiebert dem Nachtleben entgegen. Bars und Clubs machen sich für den Start in die Sommersaison fit. Jedoch denkt jeder sechste Club bereits ans Aufgeben. Von Robert Ide und Teresa Roelcke
Hör mal, wer da wie behämmert hämmert. Die Bars vorm Balkon bereiten sich auf den nächsten Sommersaisonstart am Freitag vor, und selbst die seit dem Pandemie-Ausbruch in sich selbst versunkenen Clubs schleifen schon an den Brettern, die nachts in Berlin die Welt bedeuten. Auf dem Technospielplatz ://about blank am Ostkreuz, einst ein DDR-Kindergarten, bleibt zwar die Bar verwaist, ab Anfang Juni aber sind drinnen erste pandemie-konforme Theaterevents geplant. Und auf dem Innenhof wird gerade eine riesige Tanzfläche neu verlegt (Fotos hier).
Auch die Trompete am Lützowplatz, einst Schauplatz eines der ersten Berliner Superspreading-Events, fiebert einem fieberfreien Neustart entgegen. „Wir machen dann auf, wenn wir das dürfen“, lässt Geschäftsführer Sven Rejzek auf Checkpoint-Anfrage wissen. Und: „Drink und impf wäre schön, haut aber leider nicht hin.“ Laut Club Commission denkt allerdings jeder sechste Club ans Aufgeben; Sprecher Lutz Leichsenring hofft deshalb auf „flexible Öffnungszeiten für Außenbereiche und Ausnahmeregelungen beim Lärmschutz“. Damit am Ende der herbstlichen Frühlingstage draußen auch mal Bässe hämmern.