Landeswahleiter lädt die OSZE zur Beobachtung ein
Der erneute Hauptstadt-Urnengang steht fest – damit alles mit rechten Dingen zugeht, will Abstimmungs-Chef Stephan Bröchler unabhängige Bobachter mit einbeziehen. Von Lorenz Maroldt
Tja, was sagt eigentlich der Landeswahlleiter zur politischen Verantwortung für das Desaster? Bevor Stephan Bröchler am Sonnabend bei einem Symposium der Elite-Uni Sophia in Tokyo einen virtuellen Vortrag über das „Bundeskanzleramt als Regierungszentrale“ hielt, haben wir ihn für unseren Checkpoint-Podcast „Berliner & Pfannkuchen“ auch danach gefragt. Seine Antwort: „Die damalige Landeswahlleiterin ist zurückgetreten, das war konsequent. Andere aus dem politischen Bereich haben diese Konsequenz nicht getroffen. Das müssen die Bürgerinnen und Bürger bewerten.“
Bröchler will übrigens die OSZE zur Beobachtung der Berliner Wiederholungswahl einladen: „Wer, wenn nicht wir?“ Die Chefin der Abteilung, Meaghan Fitzgerald, hatte im Checkpoint-Podcast gesagt: „Sollte man uns bitten, werden wir kommen. Ich würde das begrüßen.“ Dazu Bröchler: „Ich greife das gerne auf.“ Wie er bis zu 80.000 Wahlhelfende akquirieren will, ob sich Parteiortsvereine geschlossen für ein Wahllokal melden können, mit wie vielen Briefwählerinnen und -wählern er rechnet, auf welcher Liste Fraktionswechsler kandidieren, was für ihn eine gute Wahlbeteiligung wäre und einiges mehr hat uns der Landeswahlleiter in einem sehr munteren Gespräch auch noch verraten – hier können Sie es hören.