Laut, aber legal: Warum Partyboote auf dem Müggelsee kaum zu stoppen sind

Der nächste Sommer kommt – und mit ihm die Partyboote. Die schwimmenden Dancefloors mit den leistungsstarken Musikanlagen verärgern zunehmend ruhigere Wassersportler – insbesondere auf dem Müggelsee: Seit Anfang 2024 zählte Treptow-Köpenick 37 Lärmbeschwerden (Quelle: AGH-Anfrage von Danny Freymark, CDU). In anderen Bezirken blieb es vergleichsweise ruhig: Mitte und Spandau meldeten je zwei Beschwerden, Lichtenberg vier, Friedrichshain-Kreuzberg zwischen 2019 und 2024 insgesamt fünf.

Verbieten lassen sich die Partyboote nicht, schreibt Treptow-Köpenick – die Nutzer müssten lediglich die Lärmschutzvorschriften beachten. Zuständig für die Kontrolle ist die Wasserschutzpolizei (WSP). Und viele Party-Kapitäne wissen ganz genau, wo die unterwegs ist: Sie sollen Apps nutzen, die den Standort der WSP in Echtzeit zeigen. Zu weiteren Details hält sich die Verkehrsverwaltung bedeckt, „da dies Einsatztaktiken der WSP offenlegen und deren Einsatzerfolg gefährden würde“.