Energiesparen versus Corona-Schutz: Werden die Luftfilter in Berlins Klassenzimmern im Winter genutzt oder nicht?
23.000 Luftfilter wurden für die Berliner Klassenzimmer angeschafft. Ob diese im Winter nun laufen oder lieber Energie gespart werden soll, ist weiter unklar. Von Julius Betschka
Um diese geht es auch in folgender Meldung: Für ungewöhnlich wenig Aufregung sorgt die Ankündigung des Senats, die 23.000 teuer beschafften Luftfilter für Schulen im Winter wegen Energieknappheit womöglich auszuschalten. „Der Gesundheitsschutz hat Vorrang“, betonte Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) zwar am Mittwoch. Aber was das bedeutet, konnte oder wollte die Bildungsverwaltung auf Anfrage nicht mitteilen. Regierungschefin Franziska Giffey (auch SPD) hatte tags zuvor angedeutet, dass die Anlagen bei Inzidenzen wie gerade ausbleiben könnten. Die Bildungsgewerkschaft GEW schreibt auf Checkpoint-Anfrage: „Nach unseren Informationen hat die Senatsverwaltung die Aussage, dass Luftfilter nicht genutzt werden könnten, bereits wieder einkassiert.“ Energiesparmaßnahmen dürften aber nicht zu Lasten der Beschäftigten und der Schüler gehen. „In vielen Klassenräumen sind die Fenster undicht oder die Heizungen kennen nur die Zustände „aus“ und „an“, so dass man im Winter die Temperatur nur mit „Fenster auf“ oder „Fenster zu“ regulieren kann.“ Wir wollen das Positive sehen: In den Fenster-auf-Phasen dann einfach ganz schnell die Lüfter ausschalten.