„Stehen zu Pressefreiheit“: Berlins CDU-Fraktionschef stellt Anzeige gegen Julian Reichelt infrage

Der Queerbeauftragte Alfonso Pantisano (SPD) wirft dem Ex-Bild-Chef Volksverhetzung vor. Damit spreche er nicht für das Land Berlin, so Wirtschaftspolitiker Stettner. Von Julius Betschka

„Stehen zu Pressefreiheit“: Berlins CDU-Fraktionschef stellt Anzeige gegen Julian Reichelt infrage
Die Strafanzeige gegen den früheren Chefredakteur der Bild-Zeitung Julian Reichelt beschäftigt Berlins Regierungskoalition. Foto: dpa/Roland Weihrauch

Berlins Queerbeauftragter spricht offenbar doch nicht für den Senat oder das Land. Das zumindest teilte CDU-Fraktionschef Dirk Stettner gestern Abend via Twitter mit: „Da andere Behauptungen kolportiert werden: Herr Pantisano agiert mit diesem Vorgehen nicht im Namen des Landes Berlin und / oder des Regierenden Bürgermeisters.“ Hintergrund sind Anzeigen Pantisanos gegen die Macherin eines transfeindlichen Videos und gegen einen Tweet des ehemaligen BILD-Chefs Julian Reichelt. Pantisano wirft den Journalisten Volksverhetzung vor. Stettner sagte dem Checkpoint nun: „Die Regierung Berlins und die CDU stehen für Pressefreiheit.“ Erreicht hat Berlins neuer Queerbeauftragter mit seinen Anzeigen bisher vor allem eines: Maximale Aufmerksamkeit für maximalen Quatsch. Aber das ist man in diesen Tagen in der Berliner SPD ja gewöhnt.