Weitere Kriegsnachrichten mit Berlinbezug
Weitere Kriegsnachrichten mit Berlinbezug:
Demonstrationen: Heute gibt es zwischen 5 und 12 Uhr am Pariser Platz ein internationales Demo-Projekt zur annektierten Halbinsel Krim. Ebenfalls am Pariser Platz wird um 17 Uhr Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung bekundet. Am Sonntag rufen mehrere Organisationen zu Großdemonstrationen in Mitte auf (13 Uhr, Großer Stern).
Flüchtlinge: Erwartet werden bis zu 70.000 Menschen in Berlin, Unterkünfte werden noch gesucht. Zunächst stehen lediglich 1300 Plätze im Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten zur Verfügung (Oranienburger Straße 285 in Reinickendorf). Das Ankunftszentrum des LAF ist ab sofort auch nachts besetzt.
Aktionen der Kulturszene: Der russische Dirigent Vladimir Jurowski (Rundfunk-Sinfonieorchester) hat sein Programm geändert: Anstelle des Slawisches Marsches von Peter Tschaikowsky (1840-1893) werden nun die ukrainische Nationalhymne auf eine Melodie des ukrainischen Komponisten Mychajlo Werbyzkyj sowie dessen Sinfonische Overtüre Nr. 1 gespielt (Sonnabend, 20 Uhr, im Konzerthaus, Sonntag, 16 Uhr, in der Philharmonie). Und im Maxim-Gorki-Theater lesen bekannte Autorinnen und Autoren übersetzte Werke ukrainischer Literaten (Sonnabend, 16 Uhr, Eintritt frei).
An den Hochschulen: Die HU will ukrainischen Studierenden und Wissenschaftlern einen Platz anbieten. Und die FU legt ihre Beziehungen zu wissenschaftlichen Einrichtungen in Russland vorerst auf Eis.
Vor dem Deutsch-Russischen Museum wehen sonst immer vier verschiedene Fahnen – jetzt ist es nur noch eine (hier können Sie sehen, welche es ist).
Heute ist übrigens der „Erzähle-ein-Märchen-Tag“ – das passt gut, jedenfalls als Warnung, denn Sie wissen ja: Im Krieg stirbt die Wahrheit, und das nicht zuletzt. Wir sind bemüht, alle Nachrichten und Bilder so gut es geht zu verifizieren.
Mit einem Tagesspiegel-Digital-Abo können Sie heute u.a. folgende Beiträge zum Krieg in der Ukraine lesen:
Eine Stadt wehrt sich: Die Schlacht um Kiew hat begonnen.
Die Regierung verteilt Gewehre, Zivilisten sollen Molotow-Cocktails herstellen. In Kiew wachsen Mut und Verzweiflung – auch angesichts erster Hinweise auf Kriegsverbrechen. Von Dennis Pohl, Alexander Kauschanski und Cornelius Dieckmann.
„Ein Balance-Akt“: Wie erkläre ich meinem Kind den Krieg?
Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine haben viele Leute Angst. Das kommt auch bei Kindern an. Eine Psychologin erläutert, wie Eltern damit umgehen können. Von Christian Latz.
Wenn Russland das Gas abdreht: „Neue Kernkraftwerke sind keine Option“.
Die geopolitische Lage könnte eine Chance für die Energiewende sein. Kohle dürfte in der Krise vorübergehend nötig werden, Atomkraft erteilen Fachleute aber eine Absage. Von Jan Kixmüller.
„Diesen Krieg werde ich ihnen nie verzeihen“: Wieso junge Russen trotz Angst vor Festnahme auf die Straße gehen.
Sie lehnen den Krieg ab, sorgen sich um ihre Zukunft: Bei den Protesten gegen den Überfall auf die Ukraine sind in Russland auffällig viele junge Menschen dabei. Von Svenja Schlicht, Alexander Kauschanski, Maria Kotsev und Maria Fiedler.
Wenn die Kriegsangst übermächtig wird.Die schlechten Nachrichten aus der Ukraine können Menschen psychisch krank machen. Wie man zu den Ereignissen Empathie und trotzdem eine schützende Distanz bewahrt, erklärt der Psychiater Andreas Ströhle. Von Ingo Bach.
Report von der estnischen Grenze: Welche Ängste die direkten Nachbarn haben.
Nur zwei Fußminuten dauert es von der estnischen Stadt Narva über eine Brücke nach Russland. Wie sehr sorgen sich die Menschen hier vor einem Einmarsch Moskaus? Von Hannes Heine.
Der Wissenschaftsaustausch mit Russland wird gestoppt –das Bundesforschungsministerium will es so. Doch die Max-Planck-Gesellschaft und Esa scheren aus. Von Amory Burchard, Jan Kixmüller und Ralf Nestler.
Angebliche Demütigung des eigenen Lands und bedrohte Minderheiten: Der Historiker Eckart Conze spricht über Parallelen in den Strategien von Hitler in den 30er Jahren und denen von Putin.
Dreht Putin dann den Gashahn zu? Warum die Bundesregierung vor einem Ausschluss Russlands aus dem Swift-System zurückschreckt. Von Georg Ismar und Albrecht Meier.
Russische Desinformation: „Wir sind mitten in einer Propagandaschlacht“.
Mit dem Angriff auf die Ukraine tobt auch der Informationskrieg im Netz. Russland-Experte Stefan Meister erklärt, wie das aussieht – und was der Westen dagegen tun kann. Von Sinan Reçber.
Hilfloses Entsetzen: Der Krieg war die ganze Zeit da.
Die Überraschung vieler Beobachter über Putins Überfall verwundert unsere Kolumnistin Sabine Rennefanz. Wer hinschaute, konnte die Zeichen lesen. Und gerade die Ostdeutschen wissen: Alles ist brüchig, jederzeit.
Kriegsgefahr in Taiwan: Die USA blicken in die Ukraine – ist das Chinas Chance?
Während Putin sein Nachbarland überfällt, wächst die Sorge, China könnte die Invasion zum Vorbild nehmen, Taiwan zu annektieren. Doch Peking steht vor einem Dilemma. Von Cornelius Dieckmann.
Augenzeugen aus der Ukraine berichten: Überall Explosionen, Verwundete, Tote. Wer kann, versucht zu flüchten, andere greifen zum Gewehr. Doch spätestens seit die Kämpfe Kiew und Tschernobyl erreicht haben, ist klar: Das ist nur der Anfang. Von Sidney Gennies, Alexander Kauschanski, Mascha Malburg, Dennis Pohl und Lars Spannagel.
Tag eins der russischen Invasion in Bildern: Russlands Präsident Putin befiehlt seinen Truppen den Einmarsch – diese nehmen die Ukraine von mehreren Seiten in die Zange. Viele Ukrainer versuchen, zu fliehen. Von Adrian Schulz.
Krieg, Flucht und Protest: Tag zwei der russischen Invasion in Bildern. Russische Truppen dringen nach Kiew vor. Immer mehr Menschen fliehen aus ihrer Heimat. In Europa und in Russland ziehen Demonstranten auf die Straßen. Von Alexandra Beste.
„Jetzt ist diese Hölle Realität“: Boris Feldmann leitet in Berlin die russischsprachige Wochenzeitung „Russkaja Germania“. Im Interview spricht er über die russischen Aggressionen in der Ukraine – und die Reaktionen seiner Leser. Von Alexander Kauschanski.
„Ich weiß nicht, ob ich meine Eltern wiedersehe“. 20.000 Ukrainer leben in Berlin – viele von ihnen protestierten am Brandenburger Tor und vor dem Kanzleramt gegen die russische Invasion. Das hier sind ihre Geschichten. Von Jonas Fedders und Mascha Malburg.
Die ukrainische Autorin Svetlana Lavochkina sagt: „Wir Schriftsteller bleiben nicht stumm wie Fische“. Ein Gastbeitrag über die Schönheit der ukrainischen Sprache und die unauflösliche Verbindung mit der Heimat – auch in Zeiten des Krieges. Von Svetlana Lavochkina.
Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler behauptet im Interview mit Hans Monath: „Die Nato hat Putin freie Hand gegeben“. Es gab Chancen, einen Ausgleich mit Russland zu finden, meint der Politikwissenschaftler. Aber das hätte für den Westen Kosten gehabt.
„Das ist ein einseitig vom Zaun gebrochener Krieg“. In der russischen Community verurteilen viele den Krieg gegen die Ukraine. Sie fordern, zwischen Regierung und Land zu differenzieren. Andere möchten sich lieber nicht äußern. Von Johanna Treblin.
Was Russlands Krieg für Berlins Energieversorgung bedeutet: Die Gasag sieht den Nachschub zwar vorerst gesichert, und für den Notfall gibt es Krisenpläne, wer bevorzugt wird. Aber bei Ausfällen gibt es nur einen Puffer für wenige Stunden. Von Stefan Jacobs.