Gesundheitsverwaltung beklagt „vollkommen inakzeptable Informationspolitik“
Corona verursacht weiterhin Chaos – und am verkorksten Start der Kinderimpfungen soll nun das Rote Kreuz schuld sein. Aus dem Checkpoint. Von Nina Breher
Nachdem sich am Mittwoch Hiobsmeldungen hinsichtlich der Kinderimpfungen gestapelt hatten – der einen Schule fehlte der Impfstoff, der anderen die Kanülen, woanders fand gar nichts statt usw. (CP von gestern, Tagesspiegel von heute) –, verkündete Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci am Donnerstagabend die frohe Botschaft: „Heute wurden in allen 12 Bezirken in den Schulen alle gebuchten Impfungen durchgeführt.“ Auch das DRK, am Mittwoch noch voller Ärger über eine Schule, die nicht über die Impfungen informiert worden sei (Q), vermeldete kleinlaut: „Heute klappt alles.“
Ob das womöglich etwas mit der Beschwerdemail der Gesundheitsverwaltung an das DRK zu tun hatte? In dem Schreiben von Mittwochabend, das dem Checkpoint vorliegt, heißt es, man erwarte „einen ordnungsgemäßen Betrieb“ und „transparente und nachvollziehbare Kommunikation – die Informationspolitik Ihrerseits war heute vollkommen inakzeptabel“, die Verwaltung habe sich von der Lage kein Bild machen können.
Öffentlich ärgerte sich am Donnerstag nur noch einer: Reinickendorfs Amtsarzt Patrick Larscheid.