Trotz Signa-Baustopp: Senat hält an Karstadt-Neubau am Hermannplatz fest

Blöd, wenn einer der wichtigsten Bauherren der Stadt plötzlich nicht mehr bauen kann. Genau das passiert dem Land Berlin gerade mit dem österreichischen Immobilienkonzern Signa. Nach dem Rückzug des umstrittenen Firmenchefs René Benko hat der Eigentümer von KaDeWe, Upper West und etlichen anderen Gebäuden alle Berliner Bauprojekte gestoppt. Darunter die bereits im Bau befindlichen Gebäude „Glance“ an der Franklinstraße und „P1“ in der Passauer Straße. Linke und Grüne fordern, auch alle Planungen für die Karstadt-Neubauten an Hermannplatz und Ku’damm zu beenden. „Dieses Kartenhaus fällt jetzt in sich zusammen“, urteilte Katalin Gennburg (Linke).

Davon will die Senatsbauverwaltung jedoch nichts wissen. Alle Planungen werden fortgesetzt. „Wir haben ein städtebauliches Interesse an der Entwicklung der verschiedenen Projekte, an denen auch viele Arbeitsplätze hängen“, sagte Sprecher Martin Pallgen. Nur wer sie mal bauen soll, ist unklarer denn je.