Berlins AfD-Chefin war Gast bei Treffen mit „Identitären“-Chef Sellner
Nachdem am Dienstag in Köln rund 30.000 Menschen gegen Rechtsextremismus auf die Straße gegangen waren, versammelten sich gestern Abend vor dem Roten Rathaus bei Eiseskälte etwa 3500 in gleicher Sache. Nur Stunden zuvor hatte der RBB publik gemacht, dass auch die Berliner AfD-Chefin Kristin Brinker in der Wohnung des früheren Finanzsenators Peter Kurth bei Rassisten wie dem „Identitären“-Chef Martin Sellner zu Gast war. Brinker verschwand nach eigenem Bekunden bald wieder, weil sie „geschockt war über das Publikum“, das unter anderem aus ihren Parteifreunden bestand. Linksfraktionschef Carsten Schatz konstatiert zu Brinkers Trauma: „Wer in die Jauchegrube springt, muss sich danach nicht wundern, wenn er stinkt.“ Er und Grünen-Fraktionschef Werner Graf fordern, dass der Senat ein Verbotsverfahren gegen die AfD prüft.