Wowereit spricht über den Tod seines Lebenspartners
Klaus Wowereits Partner, Jörn Kubicki, war nach einer Corona-Infektion an Herzversagen gestorben. Wowereit erinnerte sich nun an ihre Beziehung – und die Zeit danach. Von Lorenz Maroldt
Einen bewegenden Auftritt hatte Klaus Wowereit im rbb-„Riverboot“, als Moderatorin Kim Fischer vorsichtig fragte: „Ich würde … kann ich mit Dir … kann ich Jörn ansprechen?“ Wowereits Lebenspartner Jörn Kubicki, der an der Lungenkrankheit COPD litt, war vor zwei Jahren nach einer Corona-Infektion an Herzversagen gestorben. „Ja, kannste machen“, antwortete Wowereit mit leicht zittriger Stimme, „aber … ja.“ Und Fischer: „Ich merke, du bist jetzt schon angefasst. Wie kannst du das in deinem Alltag verarbeiten?“
Und dann erzählte Wowereit: von der letzten gemeinsamen Reise nach Neuseeland, von lustigen Tagen, und von dem Abend, an dem nur einer sich infizierte – derjenige, der „durch seine Vorerkrankung ein offenes Tor dafür“ war. „Es ist furchtbar. Der Mensch fehlt. Das kann man nicht ersetzen, und darüber kommt man nicht hinweg. Ich bin dankbar für die vielen Jahrzehnte. Und ich will jetzt auch nicht zu traurig wirken, ich habe einen großen Freundeskreis und Familie, die helfen da schon. Aber … kommste nach Hause, der Partner ist nicht mehr da. Das ist eine andere Welt auf einmal.“