Kein „Wind of Change“ im Berliner Senat
Das stürmische Wetter schreit nach Windkraft auch aus Berlin. Doch der Senat sieht eine zu „enge Flächenkulisse“. Eine Checkpoint-Glosse von Lorenz Maroldt.
Angesichts des anhaltend trüben Wetters auch zum Wochenstart können wir das Thema Sonnenergie wohl erstmal vergessen – wie soll das hier bloß jemals was werden mit der klimaneutralen Stadt? Vielleicht… mit Wind? Der bläst in den nächsten Tagen mal wieder mindestens mäßig durch Berlin, in Böen sogar stark bis stürmisch. Und die neue Bundesregierung will ja per Gesetz festlegen, dass künftig zwei Prozent der Landesflächen für Windenergie auszuweisen sind. Na, mal hören, wie der Senat dazu steht – bitte schön: „Der Senat steht der Errichtung von neuen Windenergieanlagen grundsätzlich positiv gegenüber.“ Na also.
Aber nicht nur regelmäßige Hörer von Radio Eriwan ahnen, dass da noch ein „aber“ kommt… und tatsächlich – hier ist es: „Die Flächenkulisse ist jedoch aufgrund der vielen entgegenstehenden Belange sehr eng“. Mit anderen Worten: Da kannste nix machen, oder auch „not in my backyard“ – die Dinger sollen sich also mal schön die Brandenburger in den Garten stellen. (Q: DS 19/10 592, Danny Freymark).