Wie Kreuzberg in Verwaltungslichtgeschwindigkeit arbeitet
Nicht „zK“, sondern „zz“ – ziemlich zühügig! – geht’s in Friedrichshain-Kreuzberg zu: Die für einige Wochen halbgefrorene Berliner Gastronomie hat noch Auftauprobleme. Der Bezirk will den Wirten deshalb unter die Arme greifen und für mehr Platz im Freien sorgen (CP vom 16.05.). Parkplätze und Straßenland sollen weichen, damit der lauschige Abend im Restaurant mit gesundem Abstand serviert werden kann. 300 Gastronomen haben sich dafür gemeldet, sagt Felix Weisbrich, Leiter des Straßen- und Grünflächenamtes dem Checkpoint. Ballermannatmosphäre und „Schankmeilen“ sollen aber bitte vermieden werden: „Wir werden keine ganzen Straßen für die Gastronomie sperren – davon haben wir Abstand genommen“, sagt Weisbrich. Er wolle die Gehwege entlasten und Anwohner nicht noch mehr belasten. Gastronomen dürfen sich deshalb maximal bis zur Größe des ursprünglichen Terrassenangebots auf dem Asphalt ausbreiten, Läden ohne Platz im Freien auf Breite der Fensterfront. Ein Online-Tool, um die Anträge schneller zu bearbeiten, soll bis Ende der Woche fertig sein – los geht’s womöglich schon nach dem Wochenende. Verwaltungslichtgeschwindigkeit.