Bundeskanzlerin plant „Lockdown Light“

kein Grusel, wenig Süßes, viel Saures: Nach dem Willen von Franziska Giffey sollte Halloween dies Jahr besser ausfallen. „In Gruppen von Tür zu Tür zu laufen und Süßigkeiten zu sammeln – dafür ist aktuell nicht die Zeit“, sagte Giffey der „Welt“. Gruselig-richtig. Die gute Nachricht: Am 31. Oktober wird auch der BER eröffnet und wir feiern den „Mit-Absicht-Geld-Verlieren-Tag“ – was zusammen genommen mindestens genauso unterhaltsam wie Halloween werden dürfte.

Blicken wir in den Senat: Ein Lockdown wird erstmal nicht beschlossen – und genug Toilettenpapier ist ja auch noch da. Der Senat wird bei seiner Sitzung heute wohl nur leichte Anpassungen an der Corona-Verordnung vornehmen: Womöglich werden die Personenobergrenzen bei Veranstaltungen heruntergesetzt, Sport könnte eingeschränkt werden. Die Sperrstunde soll nach Checkpoint-Informationen erhalten bleiben – vor dem Oberverwaltungsgericht will der Senat mit präziserer Begründung bestehen. Mehr als 30 Bars haben mittlerweile erfolgreich gegen die Regel geklagt.

Wie lange deren Trinkfreude währt? Laut einem Bericht der „Bild“ vom späten Montagabend plant Bundeskanzlerin Angela Merkel für diese Woche mit einem „Lockdown Light“ (alle News aus der Nacht finden Sie hier). Den will sie am Mittwoch mit den 16 Ministerpräsidenten abstimmen. Schulen und Kitas sollen außer in Regionen mit katastrophal hohen Infektionszahlen geöffnet bleiben, Geschäfte bleiben eingeschränkt offen, Gastronomie und Veranstaltungen sollen aber weitestgehend heruntergefahren werden. Auch der Virologe und SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach forderte: „Wir brauchen einen Wellenbruch wie ihn auch Virologe Christian Drosten in die Diskussion gebracht hat, in ganz Deutschland und zwar so schnell wie möglich.“ Ohne einen kontrollierten Teil-Lockdown käme Deutschland in wenigen Wochen in einen unkontrollierten Voll-Lockdown, sagte Lauterbach dem „Kölner Stadtanzeiger“.