Ukrainischer Präsident in Berlin – unter extremen Sicherheitsvorkehrungen
Die Sicherheitsvorkehrungen waren extrem und wirkten weit übers Regierungsviertel hinaus, als der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntag nacheinander Bundespräsident und Bundeskanzler zu Gesprächen traf, bevor er gemeinsam mit Olaf Scholz nach Aachen flog, um für sein Volk den Karlspreis entgegenzunehmen. Eine freundliche Begrüßung durch Berliner und hier lebende Ukrainer wäre sicher nicht an mangelndem Interesse gescheitert, aber verbot sich aus Sicherheitsgründen. Schließlich hat Putin in Berlin schon deutlich unbedeutendere Gegner ermorden lassen. Was Selenskyj aus Deutschland mitnimmt, ist eine in Dimension und Deutlichkeit bisher nicht gekannte Unterstützungszusage – militärisch und für die Zeit nach diesem Krieg, mit dem Putins Armee die Ukraine seit 445 Tagen terrorisiert.