Quo Vadis, Aida – Filmscreening mit Regisseurin
Sonntagabend – Die Geschichte von Aida, der äthiopischen Königstochter und Sklavin am ägyptischen Königshof, schließt in Verdis Oper ohne gute-Laune-Happy-End. Den Abstieg der Frau ins Grab ihres Geliebten, mit dem sie sich einmauern lässt, illustriert der Komponist auf musikalischer Ebene mit einem gedehnten Sinkflug durch die Tonarten, der dramatischer kaum sein könnte. Aida lautet auch der Name der Protagonistin in Jasmila Žbanićs Spielfilm „Quo Vadis, Aida?“. Thema ist der Genozid an der muslimischen Bevölkerung von Srebrenica im Juli 1995 aus der Sicht einer Frau, die ihre Familie in Sicherheit bringen möchte. Die Bilder sind von solcher Intensität, dass „man meint die Hitze zu spüren“, wie Nadine Lange im Tagesspiegel schreibt. Um 17 Uhr läuft der Oscar-nominierte und vielfach ausgezeichnete Film heute im Kant Kino (OmU), und das in Anwesenheit der Regisseurin.