Keine Termine: Kai Wegner macht Ferien

Nach öffentlichem Auftritt beim Berliner Halbmarathon und einer Gedenkrede wird es ruhig im Kalender: Kai Wegner gönnt sich offenbar ein paar Tage Pause ohne offizielle Termine. Von Lorenz Maroldt.

Keine Termine: Kai Wegner macht Ferien
Credit: dpa / Sebastian Gollnow

der kenianische Läufer Andrea Kiptoo wird sich vorgekommen sein wie der Hase in Grimms Märchen mit dem Igel: Beim Start zum Halbmarathon drückte der Mann, der ihm als Regierender Bürgermeister bekannt gemacht worden war, den Buzzer – und als Kiptoo nach 59 Minuten und 11 Sekunden ins Ziel rannte, war dieser Kai Wegner auch schon wieder da, ganz entspannt mit dem Siegerband in der Hand. Anstrengungslos allgegenwärtig! (Mehr zum Halbmarathon unter „Telegramm“).

Die Termine unseres Regiermeisters für diesen Sonntagvormittag sind also gut dokumentiert. Auch was er heute um 13 Uhr macht, ist bekannt: Kai Wegner hält eine Rede bei der Gedenkveranstaltung für Çetin Mert (der Junge war 1975 an seinem fünften Geburtstag in der Spree ertrunken, weil DDR-Grenzer seine Rettung verhindert hatten).

Aber dann… ist Wegners offizieller Kalender leer bis zum 6. April (Festveranstaltung der Lufthansa; mehr zum BER heute unter „Mathe mit dem Checkpoint“). Endlich genug Zeit also für den Regierenden Bürgermeister, um den Kopf freizubekommen! Und zum Runterkommen kann er sich auch ruhig mal einen genehmigen. Denn das ist ja schließlich laut Wegners Idol Harald Juhnke die Definition von Glück: „Keine Termine und leicht einen sitzen“.

Apropos „Leicht einen sitzen“ (I): Mit einem T-Plus-Abo können Sie in dieser Woche eines von 10 Osternestern von Sawade mit je einer großen Flasche Eierlikör gewinnen (mehr zu unseren täglichen Verlosungen unter „Stadtleben“).

Apropos „Leicht einen sitzen“ (II): Familienministerin Karin Prien will das „begleitete Trinken“ für Jugendliche ab 14 Jahren aus dem Jugendschutzgesetz streichen. Wir unterstützen das aus Erfahrung und plädieren stattdessen (ebenfalls aus Erfahrung) für die Einführung des „begleiteten Lesens“ als Maßnahme gegen den Trend zur Textabstinenz (FSK 0).

Apropos „Leicht einen sitzen“ (III): Nicht auf sich sitzen lassen wollte der Regierende ja eigentlich unsere angeblich „falsche Interpretation“ seiner Angaben zum Ablauf des berühmten K&K-Tennistags (andernorts auch als Stromausfalltag bekannt). Aber offenbar ist auch dazu alles gesagt (und nichts getan) – wir sitzen die Sache jedenfalls weiter aus.