Berlins Gender Pay Gap: Unter Rot-Rot-Grün verdienten Frauen stabil zehn Prozent weniger

Seit 2016 setzte sich der rot-rot-grüne Senat angeblich für gleiche Löhne ein. Doch es tat sich nichts. In Giffeys Senatskanzlei sieht es noch schlimmer aus. Von Lorenz Maroldt.

Berlins Gender Pay Gap: Unter Rot-Rot-Grün verdienten Frauen stabil zehn Prozent weniger
Foto: Andrea Warnecke/dpa

Als Vorschau auf den internationalen Frauentag schauen wir heute schon mal zurück, und zwar auf die Entwicklung der Entgeltlücke, auch „Gender Pay Gap“ genannt. Rot-Rot-Grün hatte 2016 angekündigt: „Die Koalition setzt sich für die Entgeltgleichheit ein“ (Koalitionsvertrag, S. 100). Das Ergebnis: (Gehaltslücke zwischen Mann und Frau in Berlin, gleiche Arbeit): 2017: 10% / 2018: 10% / 2019: 10% / 2020: 10%). Es kommentiert Margaret Thatcher: „Wenn du etwas erledigt haben willst, frage eine Frau.“

Ok, dann fragen wir doch mal Franziska Giffey: Wie sieht es denn in der Senatskanzlei aus? Na ja, auch nicht so prickelnd: Hier kommen Männer in Vollzeit auf durchschnittlich 85.980 Euro brutto im Jahr, die Frauen auf 70.477 Euro (jeweils Beamte) – macht einen Unterschied von… Moment… etwa 18 Prozent. (Q: DS 19/10 946, Anfrage Maren Jasper-Winter).