Encore
Wissen Sie noch, als die Einsatzkräfte zu Silvester verschimmelte Brötchen kredenzt bekamen? Damals berichteten wir: „Jetzt prüft die Polizei Schritte gegen den Unternehmer (…). Aus dem im Oktober für vier Jahre geschlossenen, aber jährlich kündbaren Vertrag ergäben sich Schadenersatzansprüche, auch eine Vertragsstrafe sei möglich. Dies und eine Kündigung des Vertrags prüft die Polizei jetzt.“
Wenn Sie Berlin kennen, dann wissen Sie’s schon: Der Caterer hat auch den Einsatz zum 1. Mai bewirtet. Wie der Checkpoint erfuhr, konnte die Polizei den Vertrag nicht aufkündigen – weil sie nicht nachweisen konnte, dass nicht ihre eigene Kühlkette verantwortlich war für die vergammelten Speisen. Man einigte sich also auf eine Preisminderung: statt 34.000 Euro kostet das Gammelbrot den Steuerzahler nur noch 32.300 Euro. Ein Schnäppchen!
Immerhin: Der Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei, Benjamin Jendro, lobte die Verpflegung gestern ausdrücklich. In der Walpurgisnacht gab es: „Zarte Schweinemedaillons in feiner Rahmsoße mit Apfelrotkohl und Spätzle sowie Rigatoni mit Blattspinat, Cherrytomaten und Gorgonzola, außerdem ordentliche Kaltverpflegungsbeutel“. Und am 1. Mai: „Penne Pomodori mit getrockneten Tomaten und Basilikum, Mariniertes Schweinefleisch (Süß-sauer) mit Gemüse und Thai-Reis, Bio Rinderfrikadellen in Paprika-Rahmsoße und Spätzle oder Chicken Korma“. Wohl bekomm’s!