Durchgecheckt

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Sebastian Czaja ist Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus und FDP-Fraktionschef.

Herr Czaja, mit Blick auf die Umfragen: Verpasst die FDP das Klimathema?

Natürlich sind andere europäische Städte weiter als Berlin und es gibt wahrlich einiges zu tun. Die Grünen verkennen aber die Größe und Realitäten unserer Stadt, wenn man als Teil einer Dreier-Koalition Berlin zum zweiten Kopenhagen erklären will. Berlin endet eben nicht am S-Bahnring, sondern kurz vor Potsdam und Erkner – da fährt der Bus bislang nur jede Stunde, und den einzigen veganen Burger gibt‘s bei McDonalds im Gewerbegebiet.

Wozu braucht Berlin noch die FDP?

Wir glauben an Fortschritt, Freiheit und die Stärke der sozialen Marktwirtschaft – das unterscheidet uns von allen anderen. Während manche mit Enteignungen, Ketchup-Nudeln und Strafsteuern für Grundstücksbesitzer liebäugeln, fokussieren wir uns auf das Wesentliche: Was muss getan werden, dass Wohnen wirklich bezahlbar bleibt, dass Schulen auch wirklich saniert werden und die Berliner Verwaltung wieder ein zuverlässiger Dienstleister für die Berliner ist. Wir sind ein Garant dafür, dass die notwendigen Dinge endlich auch angegangen werden.

Was fehlt Ihnen an Berlin?

Ein Senat, der sich den wirklichen Problemen ernsthaft stellt, sich beispielsweise Dealer im Görli nicht schönredet und der Volksentscheide ernst nimmt. Pragmatismus ist definitiv kein Grundpfeiler von R2G. Ansonsten bietet ja Berlin alles – außer einer stehenden Surfwelle wie beim Eisbach in München. Die wäre schon cool.

Welchen Job sollte Michael Müller nach Ende seiner Regierungszeit übernehmen?

Vielleicht wäre er ja ein guter Flughafenchef...