Sonnige Höchsttemperaturen von 22°C am Sonnabend, 24°C am Sonntag

Verschärft: Lehrermangel an Berliner Schulen erreicht neue DimensionSexy, aber nicht arm? Berlin rechnet 2022/2023 mit mehr als einer Milliarde an SteuermehreinnahmenShit happens: Berlins öffentliche Toiletten haben ein Problem

wir starten ins Wochenende mit einem Überblick über die wichtigsten Nachrichten des Tages in Berlin:

+++ Lehrermangel an Schulen: Berlin braucht 2600 neue Lehrkräfte, aber nur 600 beenden ihre Ausbildung. Das könnte zu weniger Unterricht als vorgeschrieben führen. Der Verband der Grundschulleitungen warnt vor der Gefahr der Stundenreduzierungen, berichtet Susanne Vieth-Entus.

+++ Zusagen von Vermietern stoßen auf Skepsis: Die Linke fordert harte Regelungen bei Enteignung statt „freiwilliger Selbstverpflichtung“. Unterdessen gibt es Streit um Transparenz: Die Arbeitssitzungen des eingesetzten Enteignungsgremiums werden nicht, wie angekündigt, öffentlich stattfinden. Das haben Robert Kiesel und Ralf Schönball herausgefunden.

+++ Sexy und weniger arm: Berlin kann in diesem und dem kommenden Jahr mit einem klaren Plus an Steuereinnahmen rechnen. Das führt aber zu Spannungen zwischen Senat und Parlament, wissen Julius Betschka und Margarethe Gallersdörfer.

+++ Shit happens: Mehrmals täglich wird in Berlin in öffentliche Toiletten eingebrochen und Geld gestohlen. Der Betreiber meldet seit Dezember schon rund 9000 Fälle. Henning Onken hat sich umgehört, welche Orte besonders betroffen sind.

Was sonst noch in Berlin geschieht, erfahren Sie hier auf tagesspiegel.de.

Wer letzte Woche körperliche Anstrengungen wie, nur zum Beispiel, Bewegung von Gliedmaßen oder Atmung auf sich nahm, dürfte es bemerkt haben: Kaum hatte der Frühling begonnen, war mit bis zu 27°C auch schon Sommer. Besonders warm ist es übrigens in der Nähe von Brandherden, die sich unter diesen Bedingungen vollends entfalten konnten. Immerhin zieht in den nächsten Tagen eine Kaltfront über die Region – was bleibt, ist die Trockenheit. Wie wär‘s, wenn mal jemand einen Brandbrief ans Wetter schriebe und ihm einmal erklärte, wie der Hase läuft?

Was Sie an dieser Stelle in der Aboversion erwartet, sind unsere Tipps für ein außergewöhlich gutes Wochenende in Berlin. Diesmal dabei: Stadtarchitektur und Geschichte per App in Steglitz, Pflanzentausch in Alt-Treptow und Vampirismus im Kino. Zum kostenlosen Probeabo (inklusive Zugang zu allen Tagesspiegel-Plus-Inhalten) geht's hier entlang.

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+++ Wie verdient man mit den Immobilienträumen anderer Leute Geld, wenn man selbst nichts besitzt? Man rechnet etwas kleiner und handelt mit virtuellen Immobilien. Simon Schwarz hat sich angeschaut, was Berliner Grundstücke und Bauten so im Metaversum „Next Earth“ wert sind – und was das eigentlich soll.

+++ Nachbarschaft, eine schöne Sache. Die macht den Kiez, bedeutet Zusammenhalt. Nachbarschaftliche Grüße bestellt auch Björn Seeling gerne. Und zwar mit Vorliebe an die Prenzlberger Autofahrer in der Stargarder Straße, sprich: Fahrradstraße, die ihm und vermutlich auch anderen Radfahrenden das Blut in den Adern aufkochen lassen. Ein Gruß also, mit dem Mittelfinger winkend.

+++ Käthe Kollwitz scherte sich wenig um den gerade modischen, aber reaktionären Historismus, als sie 1898 ihre berühmten Radierungen „Ein Weberaufstand“ fertigte. Anlässlich einer Kollwitz-Ausstellung im Gustav Seitz Museum in Trebnitz hat Andreas Conrad noch die ein oder andere weitere Gegenposition der Künstlerin festgehalten.

+++ Suchtgedächtnis und Kontrollverlust: Warum das Gehirn nach Alkohol giert. Exzessiver Alkoholkonsum hinterlässt Spuren im Hirn. Das Suchtgedächtnis erschwert den Weg in die Abstinenz. Wie ein Entzug trotzdem gelingen kann, weiß Miray Caliskan.

+++ „Für mich ist das eine peinliche Selbstheroisierung“, sagt die Schriftstellerin Nora Bossong über Annalena Baerbocks Mutter-Image. Sie findet Baerbock selbstbezogen, in Habeck erkennt sie den Stil Willy Brandts. Im Interview mit Susanne Kippenberger und Cornelius Dieckmann erzählt Bossong von ihrer politischen Generation und dem Leben als unfreiwillig kinderlose Frau.

+++ Ohne Immoscout & Co: Wie Familien eine größere Wohnung finden. Viele suchen ein größeres Zuhause, finden aber bei Portalen wie Immoscout nichts Bezahlbares. Ein Beispiel zeigt, wie es stattdessen gehen kann. Darauf ist Thorsten Mumme gestoßen.

+++ Allerdings zeigt eine neue Studie, dass Immobilien in Ballungsgebieten künftig noch teurer werden. Nur etwa auf dem Land, vor allem in Mitteldeutschland, sinken die Preise. Wo die Preise weiter steigen – und wo nicht, haben Carsten Herz und Kerstin Leitel herausgefunden.

+++ Trotzdem noch was Ermunterndes zur Wohnungssuche auf ungewöhnlichem Wege: Es dauerte nämlich nur drei Tage, bis Fernando K. eine bezahlbare Mietwohnung in Friedenau gefunden hatte. Wie ist ihm das gelungen? Eine Anleitung von Thorsten Mumme.

+++ Weil der Mensch aber auch essen und trinken muss – und Sonne durstig macht: Hier sind die zehn schönsten Biergärten, die Berliner Bier ausschenken, ausgesucht von Ferdinand Dyck.

+++ „Wir rennen gerade in ein massives Armutsproblem“, befürchtet allerdings Berlins Kultursenator. Im Interview mit Robert Kiesel und Julius Betschka spricht Klaus Lederer außerdem über die Krise der Linkspartei, die Haltung einiger Mitglieder zu Russlands Angriffskrieg – und die Hilfen zum Neustart des Kulturbetriebs.

Haben Sie ein inspirierendes Wochenende. Der frühe Vogel im Produktionsdienst war heute Cristina Marina, am Montag lesen Sie an dieser Stelle Lorenz Maroldt.

Ihr Thomas Wochnik

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