Alarm-Ton in Moabit: Anwohner sind genervt

Verdächtigt wurde der Güterbahnhof Westhafen. Nun äußerte sich die zuständige Behala, dort fände man das „auch nicht schön“. Jetzt zeigt sich, dass Gleisarbeiten verantwortlich sind. Von Christian Latz
 

Alarm-Ton in Moabit: Anwohner sind genervt
Gleisarbeiten Foto: Imago/Rolf Zöllner

Anwohner im Norden Moabits werden seit mehreren Wochen von einem Alarmsignal genervt. Ob am frühen Morgen, tagsüber, abends oder nachts, in unregelmäßigen Abständen erklingt der schrille Warn-Ton. Nur woher kommt das Geräusch? Entnervte Bewohner hatten Güterbahnhof am Westhafen in Verdacht. Doch bei der dort zuständigen Behala winkt man auf Checkpoint-Nachfrage ab: „Das hat vor zwei Wochen plötzlich angefangen und uns auch überrascht“, sagt eine Sprecherin. Schon viele Nachbarn hätten sich deswegen bei der Behala beschwert, wo man selbst doch nichts dafür könne und auch darunter leide. „Wir finden das auch nicht schön.“

Verantwortlich ist demnach die Deutsche Bahn. Dort nachgefragt gibt sich der Schuldige zu erkennen: Derzeit würden Gleise in Moabit erneuert, teilt ein Bahn-Sprecher mit. „Auf dem Nachbargleis können Züge langsam an der Baustelle vorbeifahren, die Gleisarbeiter müssen aber rechtzeitig gewarnt werden.“ Das erfolge durch den nervtötenden Alarm, im Fachjargon Rottenwarnanlage genannt. Doch auch positive Signale sendet die Bahn aus: am Donnerstag enden die Arbeiten.