„Letzte Generation“ in Berlin: Farbentfernung vom Brandenburger Tor könnte fünfstellige Kosten verursachen

Orange steht in Berlin ab sofort nicht mehr für die Müllabfuhr – am Wochenende haben Klimaaktivisten dem Hauptstadt-Wahrzeichen einen neuen Anstrich verpasst. Dessen Reinigung kann teuer werden. Von Margarethe Gallersdörfer

„Letzte Generation“ in Berlin: Farbentfernung vom Brandenburger Tor könnte fünfstellige Kosten verursachen
Klimaaktivisten besprühten das Brandenburger Tor in Berlin. Foto: Paul Zinken/dpa

Die Klimaaktivist:innen von Letzte Generation haben am Sonntag das Brandenburger Tor mit oranger Farbe beschmiert – und dem nicht-strafbaren Protest von Fridays For Future am Freitag die Show gestohlen. 14 Festnahmen gab es, und auf der politischen Ebene seltene Einigkeit in den Reaktionen. Verrückterweise finden es in Berlin alle scheiße, wenn das Wahrzeichen beschmiert wird. Aber darum geht’s ja anscheinend. Die Farbe soll abwaschbar, wegen der großen Hitze aber auch schon gut mit dem Sandstein verbacken sein. Ob das Zeug wirklich rückstandslos entfernt werden kann, muss sich noch rausstellen – der Spaß könnte laut einem Morgenpost-Kollegen aber eine fünfstellige Summe kosten und bis zum nächsten Wochenende dauern.

Dann laufen schon die erfolgreichen Berlin-Marathon-Sportler:innen durch das Tor über die Ziellinie – und bis dahin noch viel Wasser die Spree runter. Für Berliner Autofahrer:innen könnte es eine lange Woche werden: Die Letzte Generation plant konzentrierte Blockade-Aktionen in der Hauptstadt, um die Bundesregierung zu zwingen, entschiedener gegen den Klimawandel vorzugehen. Was Sie brauchen, ist unser Newsblog. Da halten wir Sie nicht nur über alle Klimaprotest-News auf dem Laufenden – Sie erfahren auch, dass das Brandenburger Tor schon ganz andere Dinge ausgehalten hat.

In ihrem Verhältnis zur Polizei fährt Letzte Generation derzeit eine interessante Strategie: Umarmung. Darüber sprechen Ann-Kathrin Hipp, Lorenz Maroldt und Anke Myrrhe in der neuen Ausgabe von „Checkpoint – der Berlin-Podcast“ – auch mit Polizeivertretern.