8000 freie Kita-Plätze in Berlin: Bildungssenatorin will frühkindliche Sprachförderung erleichtern
Die freien Plätze könnten eine Chance für das verpflichtende letzten Kita-Jahr sein. Für Bildungssenatorin Günther-Wünsch ist dabei auch die frühkindliche Sprachförderung eine Priorität. Von Anke Myrrhe
Etwas entspannt hat sich laut Bildungsverwaltung die Situation in den Kitas. In den Eigenbetrieben beträgt die Auslastung demnach 95,5 Prozent, was 1565 Plätzen entspricht. Und auch bei den freien Trägern waren zum Stichtag 20. Juni noch 7215 Plätze frei.
Hm, Mathe mit dem Checkpoint: 8780 freie Kitaplätze, das wäre doch eine gute Gelegenheit, das verpflichtende letzte Kitajahr endlich durchzusetzen, um den großen Bedarf an Sprachförderung aufzufangen und die Schulen zu entlasten, oder? Auf CP-Nachfrage antwortete Senatorin Günther-Wünsch: „Die Einführung des Kita-Chancenjahres hat für uns unabhängig von der Auslastung der Kitas Priorität, die Änderung des Schulgesetzes gibt uns den verlässlichen Rahmen dafür. Im Kern stellen wir sicher, dass Kinder mit Sprachförderbedarf diesen auch im Rahmen von Kita bekommen, Zugänge und Barrieren werden wir erleichtern bzw. abbauen.“
Oder um es mit Liam Gallagher zu sagen: „Wonderwall kann alles sein. Es ist einfach ein schönes Wort.“
Doch Halt! Eine Zahl müssen wir noch nachreichen: „Im Rahmen der Sprachstandsfeststellung zum Schuljahr 2023/24 wurden rund 1500 Kinder getestet, die keine Kita besuchen. Etwa 90% dieser Kinder haben einen Sprachförderbedarf.“ (Q: Bildungsverwaltung)
„I’m Outta Time“